Was ist Osteoporose?

  • Die Osteoporose ist definiert durch eine niedrige Knochenmasse und eine Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochens mit vermehrter Brüchigkeit.

  • Bei Erkrankten können Knochen schon bei geringstem Anlass brechen. Besonders häufig betroffen sind Wirbelsäule, Oberschenkel und Unterarm.

Wie häufig kommt Osteoporose vor?

  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die Osteoporose zu den zehn wichtigsten Volkskrankheiten und stuft sie als „Epidemie des 21. Jahrhunderts“ ein.

  • Nach neuesten Daten sind 26 % aller Menschen im deutschsprachigen Raum über 50 Jahre betroffen, also ca. 8 Millionen Menschen.

  • Die Osteoporose betrifft Frauen und Männer.

  • Dabei erleiden bereits mehr als 40 % der Frauen und 13 % der Männer über 50 Jahre eine durch Osteoporose bedingte Fraktur.

  • Tragisch ist: Nicht einmal ein Viertel aller Osteoporose Erkrankungen werden erkannt, geschweige denn wirksam behandelt.

Risikofaktoren 'Primäre Osteoporose'

  • Das Risiko für Knochenbrüche wird maßgeblich vom Alter bestimmt und verdoppelt sich mit jedem Lebensjahrzehnt

  • Schlanker und graziler Körperbau

  • Später Beginn der Regelblutung, früh eingesetzte Wechseljahre,
    also eine „kurze Hormonexposition“

  • Genetische Faktoren

Risikofaktoren 'Sekundäre Osteoporose'

Beeinflussbar

  • Rauchen
  • Untergewicht (z.B. Magersucht)
  • Fehlernährung
  • Bewegungsmangel

Nicht beeinflussbar

  • Mangel an Geschlechtshormonen (z.B. Östrogene, Testosteron)
  • Schwere Nierenfunktionsstörung
  • Überfunktion der Schilddrüse oder Nebenschilddrüse
  • Organtransplantation
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankung (z.B. M. Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Einnahme von Antiepileptika
  • Langzeitbehandlung mit Glukokortikoiden (Kortison) in Tablettenform, länger als 3 Monate

Osteoporose Diagnostik

  • Körperliche Untersuchung

  • Basislabor

  • Knochendichtemessung (DXA (Goldstandard) / QUS (Quantitative Ultraschallmessung))

  • Röntgen, insbesondere dann, wenn man mehr als 4 cm kleiner geworden ist, nach anhaltenden Rückenschmerzen oder nach sogenannten 'Bagatelltraumen'

Osteoporose Therapie

  • Die Therapie gliedert sich in drei wesentliche Säulen:
    Ernährung, Bewegung und Medikamente

  • Die Basis bildet jedoch die richtige Ernährung mit Vermeidung von beeinflussbaren Risikofaktoren und eine ausreichende Bewegung mit Kraft- und Koordinationsübungen

  • Spezifische Osteoporose Medikamente kommen erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium zum Einsatz, bzw. bei Vorliegen von osteoporotisch bedingten Folgeerkrankungen (z.B. Knochen- oder Wirbelkörperbrüchen)

Ernährung

  • Calciumreich (ca. 1.200 mg pro Tag)
  • Vitamin D reich (ca. 800 IE pro Tag)

Bewegung

  • Regelmäßige sportliche Betätigung (z. B. Wandern, Schwimmen)
  • Kraft- Ausdauertraining (zur Verbesserung von Muskelkraft und Koordination)
  • Spezifisches Training (z.B. Funktionssportgruppen)

Medikamente

  • Evtl. zusätzlich Calcium/Vitamin D (Brause- oder Kautabletten)
  • Spezifische Osteoporose Therapie (z.B. Bisphosphonate, Parathormon)
  • Hormonersatztherapie, Hormonanaloga

Wer sollte sich untersuchen lassen?

Jeder, besonders in der zweiten Lebenshälfte mit entsprechenden Risikofaktoren oder nach anhaltenden Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates und nach 'Bagatelltraumen'

 

Osteoporose Aktuell

Das Krankheitsbild Osteoporose wird nicht nur bestimmt durch das Risiko der brüchigen Knochen, es spielen eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle. Wir haben einige Artikel bereitgestellt, um zu informieren
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